Versteckte Kamera in alter Psychiatrie am Rande der Stadt Leipzig installiert

Anwohner berichteten bereits mehrfach, dass seltsame Schrittgeräusche aus einer verlassenen Psychiatrie am Rande der Stadt Leipzig zu hören seien. Wir glaubten den Erzählungen nicht und taten sie als Hirngespinste ab, die dem „Reich der Fantasie“ zuzuordnen sind. Trotzdem entschlossen wir uns, eine sogenannte „Wildkamera“ in einen der Gänge des leerstehenden und quasi vollkommen entkernten Krankenhauses, gut versteckt zu installieren. Die daraus resultierenden Aufnahmen überraschten uns, weswegen wir nunmehr unsere Meinung bzgl. Aktivitäten in verlassener Klinik ein wenig revidieren müssen. Allerdings wurden auf unserer Audiospur keine Schrittgeräusche aufgezeichnet, sondern eher „freie Atonalität“, die der „Schönberg-Schule“ (oder auch „Wiener Schule“ genannt) entsprungen sein könnte. Doch seht und hört selbst:

Alternative Ansichten von Magdeburg

Magdeburg wurde während des Dreißigjährigen Kriegs nahezu vollständig verwüstet. Der Zweite Weltkrieg setzte der Ottostadt Magdeburg ebenfalls mächtig zu. Nach einem Luftangriff waren 90% der dichtbesiedelten Altstadt, 15 Kirchen und weite Teile der Gründerzeitviertel erheblich zerstört. Der Unrechtsstaat DDR sorgte sich wenig um die Instandsetzung von kriegszerstörten Bauwerken. Die Damen und Herren der SED bevorzugten es abzureißen, als sich um den Wiederaufbau zu kümmern. Nach der Wende wurde zwar die Innenstadt saniert und für Touristen attraktiv aufbereitet, aber alte Firmen, Mühlen, Brauereien, etc. verwittern bis zum heutigen Tag und stürzen ein. Somit ist Magdeburg zu einem kleinen Eldorado für Urban Explorer geworden.


DAS REICHSBAHNAUSBESSERUNGSWERK ZERFÄLLT IMMER MEHR…

Zuletzt wurde das Reichsbahnausbesserungswerk von uns vor ungefähr einem Jahr besichtigt. Innerhalb von 12 Monaten hat sich der Zustand des RAW deutlich verschlechtert. Dächer sind eingebrochen, Brände wurden gelegt. Vermutlich sind diese Vorgänge dafür verantwortlich, dass das RAW nun besser abgesichert wurde. Allerorten Zäune. Freilich ist es für Urban-Explorer kein Problem, trotzdem die Örtlichkeit aufzusuchen.


Nichtsdestotrotz befindet sich im Reichsbahnausbesserungswerk noch Leben, wie untenstehendes Video mehr als eindeutig beweist:

Das rekultivierte Naturparadies „Geiseltal“ in Sachsen-Anhalt

Bevor man eine (kleine) Reise macht, ist es nicht verkehrt, sich zu informieren, was einen am Zielort erwartet. Über Pfingsten unternahmen wir eine Spritztour in das in Sachsen-Anhalt gelegene „Geiseltal“. Zuvor besuchten wir die Homepage der „Geiseltaler Touristikgesellschaft GmbH“. Dort war über das Geiseltal zu lesen:

„Dieses Gebiet zählt als heutiges Naturparadies zu einer der geschichtsträchtigsten und schönsten Regionen Mitteldeutschlands. Mit der Rekultivierung seit den 1990er Jahren gelang die Geiseltaler Seenlandschaft mit den Gewässern Geiseltalsee, Großkaynaer See, Runstedter See und Hasse See zunehmend in den Fokus zahlreicher Reisender. Der Ausbau einer touristischen Infrastrukur, vor allem in der Region um den Geiseltalsee als größter künstlich angelegter See Deutschlands, ist das Hauptanliegen der Geiseltaler Touristikgesellschaft.“
[Zitat von der Homepage der Geiseltaler Touristikgesellschaft]

Und so sah es im Geiseltal dann aus:
(Kleine Anmerkung an dieser Stelle: Einer der Aufnahmeorte der untenstehenden Bilder, ist lediglich 150 bis 200 Meter vom vielgepriesenen „Naturparadies Geiseltalsee“ entfernt.)


FAZIT: Ja, der Werbeaussage der „Geiseltaler Touristikgesellschaft GmbH“ kann zugestimmt werden. Die Natur ist eindrucksvoll darum bemüht, jahrzehntelangen Raubbau an ihr zu neutralisieren und verschlingt nun ganze Fabriken, welche seinerzeit dazu beitrugen, dass großflächig fruchtbare Erdböden vergiftet wurden.

Paralleluniversum in Leipzig endlich entdeckt!

Schon immer gingen wir davon aus, dass irgendwo in Sachsen ein Paralleluniversum existent sein muss, denn anders war uns das paranoide und xenophobe Verhalten der Eingeborenen nicht erklärbar. Wir vermuteten den Ort des Paralleluniversums in der Nähe von Dresden, genauer gesagt in Kesselsdorf, denn dort wohnt (oder wohnte) „Lutz Bachmann“, der als Gründer der islamfeindlichen Bürgerbewegung „Pegida“ (deren wirre Anhänger meist an Montagen irgendwo kreisförmig rumlaufen und dabei „Wir sind das dumme Volk“ grölen) gilt.

Wir fanden das gesuchte Paralleluniversum aber weder in Dresden, noch in Kesselsdorf und hatten die Hoffnung es jemals zu finden, eigentlich schon aufgegeben.

Unser letzter Urbex-Streifzug führte uns durch die Leipziger Stadtteile Reudnitz und Anger-Crottendorf zu einem verkommenen Gelände mit etlichen Mauerresten. Aus einer brüchigen und mit Rissen übersäten Mauer hörten wir ein pfeifendes, zischendes Geräusch und wir verspürten einen immer größeren Sog als wir uns der Mauer näherten. Festen Fußes trat ich gegen die brüchige Mauer, woraufhin einige Mauersteine regelrecht „aufgesaugt“ wurden. Wie bei einer Implosion. Das hinter der Mauer befindliche Vakuum sog die von mir losgetretenen Bruchsteine nach innen. Es entstand ein Loch.

Was wir dann zu sehen bekamen, war unheimlich und faszinierend zugleich. Wir hatten es entdeckt: Das Paralleluniversum. Aus meiner Jackentasche kramte ich mein Smartphone, um das Schauspiel bildhaft zu dokumentieren. Mit aller Kraft hielt ich mich mit einer Hand an einer  starken Baumwurzel fest, um nicht ins Paralleluniversum hineingesogen zu werden. Endlich hatte ich mein Handy ertastet und stellte fest, dass es in meiner Hand zu Staub zerfiel. „Nicht verwunderlich“, dachte ich mir, „1932 gab es schließlich noch kein „Galaxy S7“. Für solch einen Fall sind wir aber stets gut vorbereitet und aus meinem Rucksack reichte mir meine Partnerin meine alte Agfa-Balgkamera, welche zu Anfang des 20. Jahrhunderts hergestellt wurde und  im Jahre 1932 bereits auf dem Markt erhältlich war.

Im Paralleluniversum sind die Planeten mit flexiblen Strängen untereinander verbunden. Ein umkreisender Mond ist  zu erkennen.

Meine Kräfte schwanden. Kaum noch konnte ich dem irrsinnigen Sog genug Widerstand leisten, aber Fotos mussten zwecks Beweis und Dokumentation erstellt werden. Es gelang mir.

Auf unseren Urbex-Touren erlebten und sahen wir schon allerhand. Ermordete Katzen, restlos verstümmelte Leichen, vier Selbstmörder (sie hingen noch an den Hanfseilen und waren teilweise skelettiert). Ebenso fanden wir vor ungefähr zwei Jahren Reste des Bernsteinzimmers, das Nazigold und den Schatz im Silbersee (im Schwarzwald). Die Krönung unserer Urban-Exploring-Touren ist nun aber zweifelsohne das Aufspüren des Leipziger Paralleluniversums. Dies gelang bislang noch keinem Urban Explorer.

An den kommenden Montagen legen wir uns auf die Lauer, um zu schauen, wer alles diesem Paralleluniversum entsteigt und werden gegebenenfalls darüber berichten. Sicherlich würden jetzt einige unserer Leser gerne wissen wollen, wo  genau sich dieses Paralleluniversum befindet.

Diese Frage werden wir auf keinen Fall beantworten, denn das widerspräche dem Codex der Urban Explorer. Locations werden nicht verraten und wir veröffentlichen ausschließlich Fotos, auf denen alles entfernt wurde, was auf den Ort hinweisen könnte (z.B. Geodaten in den EXIF-Dateien etc.).

VOODOO IM LEIPZIGER ZENTRUM INMITTEN EINER INDUSTRIEBRACHE

Unsere heutige (sich zufällig ergebende) Urban-Exploring-Tour führte uns in eine alte Fabrik, die früher mitten in Leipzig „Saures“ produzierte. Die Örtlichkeit war uns bekannt – wir besuchten sie schon einige Male. Aus diesem Grund hegten wir auch nicht den Gedanken, in dieses verriegelte Gelände einzudringen. Wir wollten lediglich als Spaziergänger entlang des Wegs der alten Fabrik laufen. Aber irgendwas war anders als sonst. Viele AfrikanerInnen und HaitianerInnen kamen uns entgegen. Mit blutverschmierten Gesichtern gaben sie in rhythmischer Einheit seltsame Laute von sich, die für unsere Ohren wie „Wan Fed Dan Ta“ klangen. Einige krochen aus einem kleinen Zaunloch, welches anscheinend eigens zu dem Zweck angefertigt wurde, um auf das ringsum verbarrikadierte Fabrikgelände zu gelangen. Unsere Neugier war geweckt und so beschlossen wir, die Örtlichkeit näher zu inspizieren, obwohl wir unsere Urbex-Ausrüstung nicht bei uns trugen. Egal, scheiß der Hund drauf. Rein ins Gelände. Vordergründig konnten wir keine Besonderheiten feststellen. Da das Abendlicht fotogen durch einen verfallenen Raum mit alten Kesseln fiel, baute ich mein kleines „Stativ für unterwegs“ auf und fotografierte. Auf meinem Display wollte ich die Qualität der „geschossenen“ Bilder überprüfen und benutzte dazu das Zoom. Ich erblickte einen bunten Fleck und vergrößerte weiter. Was ich dann  erblickte, ließ mich schaudern – eine Voodoo-Puppe in der Glaswolle. Nach und nach entdeckten wir Hunderte von Voodoo-Puppen, die allerorten auf dem Gelände verteilt waren. Alle exakt gleichaussehend, mit den aufgenähten Initalen W.D.

Hier einige Bilder von der Örtlichkeit und den dort platzierten Voodoo-Puppen:


Voodoo wollte ich schon immer mal ausprobieren, also entwendeten wir etliche Voodoo-Puppen. Ich überlegte, ob ich jemanden mit den Initialen W.D. kenne, denn vermutlich wurden die von uns entdeckten Voodoo-Puppen deswegen mit Initialen versehen, um einer bestimmten Person (mit den Initialen W.D.) einen Voodoo-Zauber zukommen zu lassen. Meinen Freunden wollte ich selbstverständlich keinen unberechenbaren Voodoo-Zauber auferlegen, aber aus meinem Freundeskreis fiel mir keine Person mit den Initialen W.D. ein.  Vielleicht gibt oder gab es Personen aus meinem früheren Freundeskreis, deren Namen diese Anfangsbuchstaben tragen, jedoch erinnere ich mich kaum noch an Namen verblichener Freunde. „Also egal, lass‘ uns doch einfach mal ausprobieren was passiert, wenn man eine Voodoo-Puppe mit den Initialen W.D. mittels Brandbeschleuniger anzündet“, meinte ich zu meiner Partnerin. Ja, das tat ich dann – siehe Video (zur besseren Betrachtung empfehle ich ‚Vollbild‘ – unten rechts auf das Vergrößern-Symbol klicken):

Wie viel Personen mit den Initialen W.D. nach diesem Ritual wohl Herz-, Kopf- und Beinbeschwerden inklusive Verbrennungserscheinungen bekommen werden? Werde mir morgen jedenfalls die Leipziger Volkszeitung (LVZ) zu Gemüte führen…

 

YNTY

YNTY – zeitlose Musik aus der Eifel… | www.ynty.eu

Zuweilen habe ich das Vorrecht, bei den Experimentalmusikern aus der Eifel (YNTY-Projekt) mitspielen zu dürfen. YNTY ist ein offenes Projekt, weswegen sich immer wieder unterschiedliche menschliche und musikalische Konstellationen ergeben. Das Experimentieren mit Klängen und Rhythmen ist ein wesentlicher Schwerpunkt dieser Musik. Zweifelsfrei liegen die YNTY-Wurzeln in der sogenannten „Berliner Schule“, die von Bands wie Tangerine-Dream und Ashra-Tempel geprägt wurde. In YNTY-Musik fließen aber auch Einflüsse aus dem „Krautrock“ (z.B. Guru Guru, Can und Amon Düül) ein, ebenso Stilelemente des Jazz, Experimentelles von Karlheinz Stockhausen, sowie Schemata von Weltmusik, Rock und Blues. YNTY lässt sich in keine Schublade stecken.

YNTY ...timeless music...YNTY-Musik besteht im Wesentlichen aus spontaner Improvisation. Jedes Stück wird nur einmal gespielt und keiner der YNTY-Protagonisten erhebt den Anspruch, bestimmte Passagen wiederholen zu wollen – mal ganz davon abgesehen, dass dies meist auch überhaupt nicht möglich wäre. Dadurch wird die Musik von YNTY einmalig und jede Jamsession zu einem ebenfalls einmaligen akustischen Erlebnis. Im musikalischen Mittelpunkt von YNTY-Musik stehen Synthesizer, da hiermit komplexe Klänge und Klangverläufe zu realisieren sind. Aber auch jedes andere Instrument ist in der Runde von YNTY herzlich willkommen. Gerne darf es mal eine Gießkanne oder ein Kochtopf sein. YNTY ist Individualität pur.

Die Homepage von YNTY wurde komplett überarbeitet! Es gibt  was auf die Ohren (Soundbeispiele) und auf die Augen (etliche Bilder und Videos). Meiner werten Besucherschaft möchte ich daher einen Besuch auf der Internetpräsenz von YNTY empfehlen und wünsche bei Erforschung des umfangreichen Inhalts viel Vergnügen: www.ynty.eu

Ehemalige „Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft“ (LPG) in der „Dübener Heide“

Unter einer LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) versteht man die Zwangskollektivierung von Bauern und Bäuerinnen und deren Produktionsmittel zur gemeinschaftlichen agrarischen Produktion. Dies wurde in der ehemaligen DDR praktiziert. Kollektivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft gehörten zu den Grundideen des Sozialismus. Kleiner Auszug aus der Programmerklärung des ZK der KPD zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes (August 1930):

„Wir werden die Herrschaft der Großgrundbesitzer brechen, werden ihren Grund und Boden entschädigungslos enteignen und den landarmen Bauern übergeben, werden Sowjetgüter mit modernstem Maschinenbetrieb schaffen, die Arbeitsbedingungen des Landproletariats denjenigen der städtischen Arbeiterschaft gleichsetzen und viele Millionen werktätiger Bauern in den Aufbau des Sozialismus einbeziehen.“

Tja, hat auch alles nicht geklappt. Letztendlich ist der Mensch eben doch ein Individuum mit eigenen Ideen, eigenem Willen, eigenem Verwirklichungsdrang und kein gleichgeschaltetes Etwas.

Sonntagsausflug in ein Sumpfgebiet am Rande von Leipzig

Der Titel von „www.urbexandmore.com“ lautet: „Urbex & more“. Heute haben wir uns dem „& more“ gewidmet. Genauer gesagt einem Sumpfgebiet am Rande von Leipzig. Ein kleines Stück (fast) unberührter Natur, wenn man mal davon absieht, dass nahe dem Sumpfgebiet eine Autobahn entlangführt und mitten im Sumpfgebiet bereits eine Autobahnbrücke gebaut wird und somit dieses Sumpfgebiet bald der Vergangenheit angehören wird. Ja, wenn die Leipziger nicht bauen und buddeln dürfen, werden sie schnell unzufrieden, obwohl sie dies meines Erachtens nach immer sind. An dieser Stelle sei nur das Stichwort „Legida“ erwähnt und die geneigte Leserschaft wird verstehen, was ich meine. Heute wollten wir unseren Tag fernab von unzufriedenen, paranoiden Menschen verbringen und uns nicht mit dem grenzdebilen, xenophoben Legida- und Pegida-Scheißdreck beschäftigen. Unsere fast 18-jährige (und somit bald volljährige) Hündin Flocke begleitete uns bei der Exkursion. Selbstverständlich darf dieses Stück „unberührter Natur“ eigentlich nicht betreten werden. Schilder wie „Vorsicht Lebensgefahr, Bergbaugelände“ und „Nicht betreten – Deponie“, sowie „kilometerlange 2-Meter-Zäune mit sehr spitzen Enden (aua)“ und „diverse verschlossene Schranken“ sollen potentielle Besucher davon abhalten, diesen Landstrich aufzusuchen. Wie man weiß, locken solche Schilder ja insbesondere Urban-Explorer an…


ANNOTATION: Um ein echtes Stück unberührter Natur handelt es sich freilich nicht bei diesem Sumpfgebiet. So etwas findet man in der ehemaligen DDR nicht. Dieses Sumpfgebiet entstand, weil hier früher aus einem riesengroßen Loch Kohle gebaggert wurde. Nach der Wende wurde die Kohleförderung aus diesem Loch eingestellt und eine „Renaturierung“ fand statt. Das bedeutet schlicht und ergreifend, dass das Loch mit Wasser geflutet wurde und somit am Rand des Loches ein Sumpfgebiet entstand. Von „unberührter Natur“ kann somit keine Rede sein. Die Natur wurde in diesem Landstrich missbraucht. Vergewaltigt. Wie überall in der ehemaligen DDR.

Urbex von und mit PIERRE XUSO