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Hochhalde bei Trages – Ergebnis jahrelanger Buddelei

Wenn der Sachse nicht Löcher buddeln darf, ist er missgelaunt. Okay, dieser Satz stimmt so nicht, denn der Sachse ist eigentlich immer mürrisch drauf. Durch den Aufschluss des Tagebaus Espenhain, entstand bei Trages ein künstlich aufgeschütteter, plateauartiger Hügel, der mittlerweile bewaldet ist und eine der höchsten Erhebungen des Direktionsbezirks Leipzigs darstellt. Hier wurden die Abraummassen des Espenhainer Tagebaus hingekippt. Außerdem wurde Ende der 40er Jahre die Asche aus dem Kraftwerk Espenhain an diesem Ort entsorgt. Mit der Errichtung des Großkraftwerks Thierbach Ende der 60er Jahre, kam noch die Verspülung der Asche in Aschespülbecken dazu. Teer- und andere Abfallprodukte (z.B. Kochtöpfe und Bollerwagen) wurden hier ebenfalls verkippt. Kurzum: Hier ist alles kontaminiert.


Der Sachse (und selbstverständlich auch die Sächsin) entledigen sich ihres Mülls (z. B. Trabi oder altes Fuhrwerk) gern in nahegelegenen Wäldern, Industriebrachen oder eben Halden. So auch in diesem Fall. Wir entdeckten bei einer Fotosession den Vorläufer des Pferdefuhrwerkes – einen Trabi. Angeblich sollen diese Dinger ja unkaputtbar gewesen sein, unser Fund beweist jedoch eindeutig das Gegenteil.

Kraftwerk Thierbach befindet sich in der Abwrackphase

1967 wurde der Grundstein für das Braunkohlekraftwerk Thierbach gelegt. Das Kraftwerk wurde mit sowjetischer Technik betrieben und sorgte (neben einigen anderen Kraftwerken) für die ausgezeichnete DDR-Luft. 1999 erfolgte die Stilllegung und der schrittweise Rückbau der Braunkohle-Dreckschleuder. Oktober 2002 wurde der 300 Meter hohe Schornstein in die Luft gejagt und im März 2006 die Kühltürme. Januar 2015 erwischte es das Kesselhaus I. Die Kesselhäuser II bis IV segneten Februar 2015 das Zeitliche. Nun liegt noch jede Menge zu entsorgender Schrott rum…

Kraftwerk Lippendorf: Alles im grünen Bereich?

Wer glaubt, dass die Natur in und um Leipzig unbelastet sei, der glaubt sicherlich auch, dass der Weihnachtsmann die Ostereier versteckt und die Gattung Storch für die weltweite Bevölkerungsexplosion verantwortlich gemacht werden muss. Kraftwerkskritiker bemängeln am Kraftwerk Lippendorf die hohen Emissionen an Stickstoffoxiden, Schwefeloxiden, Quecksilber und Feinstaub, an dem krebserzeugende Substanzen (Nickel, Cadmium, PAK, Dioxine und Furane) haften. Eine von Greenpeace bei der Universität Stuttgart in Auftrag gegebene Emissionsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass dem Kohlekraftwerk jährlich 212 Todesfälle zuzuschreiben seien. Auf der Liste der „gesundheitsschädlichsten Kohlekraftwerke Deutschlands“ rangiert Lippendorf auf Platz 3. Bezüglich Schadenskosten liegt das Kraftwerk Lippendorf auf Rang 14 von 28.000 europäischen Industrieanlagen. Gratulation!

Einfach tief Luft holen und durch…