Ergebnisse für den Suchbegriff: "Lost Places"

Hier ist Hopfen und Malz verloren…

Es ist schon verwunderlich, wie geduldig Papier sein kann. So entdeckten wir in einer alten Malzfabrik ein Schreiben aus dem Jahre 1954, in welchem sich die Schreiber Herr Sommer und Herr Reißmann am 24.12.1954 darüber beklagten, dass entstandene Schadenskosten durch einen betriebseigenen LKW, immer noch nicht beglichen seien. In dem Schreiben wird „nochmals um umgehende Erledigung“ gebeten. Nunja, vermutlich wurde die Angelegenheit bis zum heutigen Tag nicht reguliert.

Unser Tipp: Urbex statt FIFA-Weltmeisterschaft

Als »Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Brasilien« hatte Gouverneur Sergio Cabral bereits 2007 mit der brutalen Säuberungs- und »Befriedungspolitik« in strategisch und touristisch interessanten Favelas begonnen. Laut offizieller Statistik tötete die Militärpolizei bei ihren »Befriedungseinsätzen« in jenem Jahr 1330 Menschen. 2009 waren es 1049 getötete Favela-Bewohner. Nach offiziellen Angaben ist diese Zahl zwar 2013 auf 416 zurückgegangen, doch zeichnet sich für das WM-Jahr 2014 wieder ein Anstieg ab. Unsere Empfehlung: Betreibt lieber Urban-Exploration, statt die FIFA-WM in Brasilien als ZuseherIn auch noch zu subventionieren. Schätzungsweise 3.000 bis 4.000 Menschen mussten wegen der FIFA-WM in Brasilien ihr Leben lassen. Darunter viele Kinder und Jugendliche. Boykottiert FIFA-Veranstaltungen so lange, bis dieser korrupte und gewissenlose FIFA-Haufen rund um Sepp Blatter nicht mehr existent ist.

Sangerhausen: Überall deutlich sichtbare Spuren grenzenloser Dummheit

Freilich, Deppen gibt es überall, aber in Sangerhausen scheinen sie geballt vorzukommen. So fand im August 2013 eine der größten Nazi-Veranstaltungen von Sachsen-Anhalt in Sangerhausen statt. Der unterbelichtete Klappstuhl und ehemalige NPD-Vorsitzende Udo Voigt schwang in Sangerhausen seine hohlen, scheißbraungefärbten Phrasen, und Rechtsrockbands (u.a. Kraftschlag, Strafmaß und Frank Rennicke) sorgten mit ihren genauso hohlen Texten für Heimattümelei und grenzdebilen Populismus. Ja, so geht es ab in Sangerhausen! Selbst im ehemaligen Bahnbetriebswerk sind deutlich die Spuren Sangerhauser Einfältigkeit zu sehen: Alle Hallen sind mit Hakenkreuzen und rechtsfaschistischen Parolen vollgeschmiert. Scheint das Einzige zu sein, was die Neonazi-Hohlköpfe und deren Sympathisanten im Dauersuffzustand noch einigermaßen zu beherrschen scheinen: Hakenkreuze malen.

Für Sangerhauser „Neo-Nazis in Ausbildung“ hier ein wertvoller Linktip:
Malen nach Zahlen für Neo-Nazis

Panorama-Aufnahme einer PIERRE XUSO Ausstellung

Panoramaaufnahme einer Industriebrache (ehem. Chemiefabrik) an der Chemnitz, in welcher der Künstler PIERRE XUSO seine abstrakten Werke ausstellte:

Ab November 2014 auf DVD: „LEIPZIG – EIN MONUMENTALFILM“

Im November 2014 wird ein neues Machwerk von Doktor Satori und seiner Crew erscheinen: „LEIPZIG – EIN MONUMENTALFILM“. Spieldauer: ca. 90 Minuten. Altersempfehlung: Ab 32 Jahre. Wie üblich wird das Drehbuch erst nach Veröffentlichung des Films geschrieben, so dass noch nicht genau die Handlung dieses filmischen Meisterwerks beschrieben werden kann. Vorsichtshalber haben wir uns selbst für alle Film- und Fernsehpreise im Jahr 2015 nominiert. Auf jeden Fall wird es in dem Film sehr viel Blut und Explosionen zu sehen geben. Selbstverständlich auch die ein oder andere Mord- und/oder Vergewaltigungsszene. Zurzeit befinden wir uns noch in der Drogenbeschaffungsphase, nach welcher umgehend der Dreh beginnen wird. Seien Sie gespannt und besorgen Sie sich jetzt schon Popcorn.

Zu Gast im Leipziger Stadtteil „Anger-Crottendorf“

Saufen, saufen, jeden Tag nur saufen, scheint das Lebensmotto vieler Leipziger zu sein. Vor allem in den in Leipzig zuhauf vorkommenden Kleinkariertenvereinen (auch „Schrebergartenvereine“ genannt) wird viel gesoffen. In Anger-Crottendorf sind zahlreiche Kleinkariertenvereine in mustergültiger Manier angesiedelt. Alles streng nach Vorschrift! Sollte sich ein Kleinkarierter mal nicht an die Satzung des Kleinkariertenvereins halten, so wird er vom Kleinkariertenvorstand ernsthaft ermahnt und muss innerhalb einer festgelegten Zeitspanne die vermeintlichen Missstände zur Zufriedenheit der anderen Kleinkarierten beseitigen. Widersetzt sich der gerügte Kleinkarierte, wird er, notfalls mit Gewalt, aus seiner Parzelle geworfen. Ja, in den Kleinkariertenvereinen herrscht noch echtes DDR-Feeling.

Taucha (bei Leipzig): Stadt mit äußerst unrühmlicher Vergangenheit.

In den Jahren 1944/1945 befand sich in der heutigen Mathias-Erzberger-Straße ein Außenlager des KZ Buchenwald für 440 männliche Häftlinge, die bei der Hugo Schneider AG HASAG Zwangsarbeit verrichten mussten. Ein Außenlager für 1.200 Frauen, auch sie meist Jüdinnen, mussten ebenfalls in der Rüstungsproduktion arbeiten.

Anbei ein Auszug aus dem Buch: „Der Ort des Terrors“ (Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager), Band 3, Seite 583ff:

Der gezielte Einsatz der Sintihäftlinge (wie auch der Jüdinnen) zu körperlich schwerer und gesundheitsschädlicher Arbeit forderte viele Opfer. Von den am 7. September 1944 in Taucha eingelieferten „Zigeunerinnen“ war nach kurzer Zeit fast jede Dritte nicht mehr in der Lage, die zwölfstündigen Arbeitsschichten durchzustehen. 149 von ihnen wurden am 11. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert. Ungenügende Bekleidung und äußerst mangelhafte Lagerhygiene führten zur Erkrankung vieler Frauen. Infektionskrankheiten wie Typhus, Diphterie und Tuberkulose traten gehäuft auf. Anfang 1945 wechselte die Lagerführung. SS-Unterscharführer Martin Wagner löste den von den Frauen wegen seiner Brutalität gefürchteten SS-Scharführer Schmidt ab.

Den Todesmarsch, bei Auflösung der Lagers im Frühjahr 1945, überlebten nur wenige. Neben diesen Außenlagern existierten noch weitere zwölf Zwangsarbeitslager und Kriegsgefangenenlager, deren Häftlinge für die Mitteldeutschen Motorenwerke GmbH („Mimo“) arbeiteten und vor dem Ortsteil Pönitz untergebracht waren. Wie und wo gedenkt Taucha eigentlich der Opfer des Nationalsozialismus? Wie geht Taucha mit diesem Teil der Stadtgeschichte um? Sieht man sich auf den Seiten von www.taucha.de unter dem Menüpunkt „Historisches“ und dem Unterpunkt „16. Jahrhundert bis 1990“ um, so muss leider festgestellt werden, dass dieser unrühmliche Part städtischer Geschichte einfach ausgeblendet wurde. Die Zeit des Nationalsozialismus wird lediglich mit folgenden Worten kurz umrissen:

[…] Die Einwohnerzahl Tauchas steigt deutlich, maximal auf 22.799 im Jahr 1944. Darunter sind allerdings auch viele Aussiedler und Flüchtlinge sowie ausländische Fremdarbeiter. Durch die Luftangriffe im 2. Weltkrieg erleidet Taucha relativ geringe Schäden, am meisten sind die kriegswichtigen Mitteldeutschen Motorenwerke betroffen. Mit der Besetzung des Rathauses durch amerikanische Truppen am 19.04.1945 nach friedlicher Übergabe, enden für Taucha die Hitler-Diktatur und der 2. Weltkrieg. […]
(Originalzitat von www.taucha.de)

Sehr schlechter Stil, Taucha. Sehr schlecht.

VEB Giftgas in Leipzig

Zu Zeiten der DDR galt die „Leipziger Luft“ als die dreckigste in ganz Europa. Die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) nutzte seinerzeit die Gunst der Stunde und füllte „Leipziger Luft“ in Flaschen ab und exportierte diese in die weite Welt unter dem Namen „Giftgas“. Noch heute sorgt das mit Braunkohle befeuerte Dampfkraftwerk in Lippendorf für giftige Gase in „Leipziger Luft“ und für jährlich ungefähr 200 tote Leipziger. Wird und wurde „Leipziger Luft“ auch nach Syrien exportiert? Gut möglich.

Ostalgie-Shop: Nur solange Vorrat reicht! Jetzt zugreifen!

[label type=“black“]OSTALGIKER AUFGEPASST![/label] Bei unseren letzten Urbex-Touren fanden wir einige sehr gut erhaltene Ostprodukte und Einrichtungsgegenstände, welche wir allesamt mitgenommen haben und nun gegen Bares an selbstabholende Ostalgiedeppen verscherbeln wollen. Untenstehende Produkte können in unserem soeben eröffneten Ostalgie-Shop käuflich erworben werden.

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Die Produkte im Überblick:


KR 660 Kassettenrekorder mit Radio von RFT.
Gut erhaltener Zustand. Festpreis: 180.- EURO


Trabant (angeblich ein Auto) ohne TÜV.
Gut erhaltener Zustand. Festpreis: 4.500.- EURO


Moderne DDR-Kinderzimmereinrichtung mit Stockbett und 2 Stühlen.
Gut erhaltener Zustand. Festpreis: 1872.- EURO


Moderne DDR-Wohnzimmereinrichtung mit Klapptisch, 3 Stühlen, 2 Sesseln und einem Reinigungsgerät.
Gut erhaltener Zustand. Festpreis: 12.050.- EURO


[service title=“KONTAKTIEREN SIE UNS:“ size=“32″]Sollten Sie Interesse an den vorgestellten Produkten haben, so senden Sie uns einfach eine kurze Mail an redaktion@urbexandmore.com mit Ihren Kontaktdaten und einer Bankeinzugsermächtigung. Wenn Ihre Kohle auf unserem Konto ist, sagen wir Ihnen, wo Sie diesen Schrott abholen können.[/service]
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