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Amsterdam-Fahrrad aus den 70ern in der Nähe einer Industriebrache gefunden…

Bei unseren unregelmäßigen Exkursionen in Sachen Industriebrachen, entdeckten wir unter einem Haufen  Dreck und Schrott das Vorderrad eines Amsterdam-Fahrrades – es lugte aus erwähntem Müllberg heraus und flehte uns bitterlich an: „Holt mich hier raus, ich will noch nicht sterben!“

Dieser Wunsch war uns Befehl und in mühevoller Kleinarbeit wurde das Fahrrad wieder fahrbereit gemacht. An einem warmen Sommertag unternahmen wir dann mit dem wieder zum Leben erweckten Amsterdam-Fahrrad aus den 70er Jahren eine kleine Tour inklusive Fotoshooting.

Das alte Lederwerk in Coswig (Sachsen)

Für alle Unwissenden: In Dunkeldeutschland gibt es zwei Städte mit dem Namen „Coswig“. Eine befindet sich in Sachsen, die andere in Sachsen-Anhalt. Beide Städte liegen an der Elbe und sind von Leipzig fast gleich weit entfernt (aber in entgegengesetzter Richtung). Selbstverständlich gibt es in beiden Coswigs auch eine Industriestraße. Reichlich bekloppt! Warum ich das an dieser Stelle erwähne, werde ich meiner geneigten Leserschaft nicht verraten…

Weiter im Text: Diesen Samstag erforschten wir ein Lederwerk in Coswig (Sachsen), welches 1906 von Heinrich Bierling errichtet wurde. Zu DDR-Zeiten krallte sich im Jahre 1955 der Staat das Werk und benannte es in „VEB Lederwerke Coswig“ um. Nach der Wende ging es mit dem Werk bergab – vermutlich lief der Laden vor der Wende auch nicht sonderlich gut, aber das war ja damals wurscht. Man ging eben zum Biertrinken und Kartenspielen ins Lederwerk. 1991 wurde das Werk geschlossen, jedoch unternahmen ehemalige Werksangehörige im Jahr 1992 den verzweifelten Versuch, das Lederwerk unter dem Namen „Coswiger Lederwerk GmbH“ neu zu beleben. Alle Versuche scheiterten, das Werk ging 1995 in Konkurs. Nach dem in der DDR niemals real existenten Kommunismus und Sozialismus, sorgte der darauffolgende real existierende Kapitalismus für den finalen Todesstoß des Lederwerks.

Stillgelegtes Wasserkraftwerk an der Mulde

Bis zum Jahre 1972 sorgten die Mulde und drei Kaplanturbinen dafür,  dass in diesem Wasserkraftwerk ungefähr 1,5 bis 2 MW Strom erzeugt werden konnten. Ein Deichbruch im Jahre 1972 legte das Wasserkraftwerk trocken, da der zum Kraftwerk führende Kanal nach dem Deichbruch teilweise verfüllt, respektive stillgelegt wurde. Alle paar Jahre, wenn die Mulde mal wieder ordentlich Hochwasser führt und die Keller und Erdgeschosse der Bewohner flutet, die meinten, ihre Städte und Häuser an Muldebiegungen bauen zu müssen, wird auch das stillgelegte Wasserkraftwerk geflutet. Sicherlich sehr zur Freude des ehemaligen Energielieferanten.

Teppiche und geknüpfte Wandbilder aus Wurzen

Mitte des 19. Jahrhunderts gründete August Schütz in Wurzen eine Tapetenfabrik. Seine Söhne stiegen später ins Teppichgeschäft ein. Einige Tapetenentwürfe lieferte übrigens Georg Bötticher, der Vater des Dichters Joachim Ringelnatz. Bötticher hatte auf der Webschule in Chemnitz gelernt. Mit seiner Ankunft 1875 in Wurzen wurde er in der Tapetenfabrik August Schütz als Zeichner angestellt, wo er auch Entwürfe für Teppiche lieferte. Zu Zeiten der DDR produzierte die Wurzner Teppichfabrik unter anderem geknüpfte Wandteppiche, auf denen die Hackfressen der SED-Politiker (abschreckende Beispiele) zu sehen waren. Unten drunter stets der Hinweis: „xx Jahre Deutsche Demokratische Republik“. Selbstverständlich mit Hammer-Zirkel-Logo, damit die gequirlte Scheiße umgehend zugeordnet werden konnte.

URBEX: Metallurgische Industrie in Leipzig

Am 1. Juli 1948 wurde die verstaatlichte Firma Meier & Weichelt in GUS Leipziger Eisen- und Stahlwerke VEB umbenannt. Produziert wurden vor allem Gusserzeugnisse für die Herstellung von Motoren für Traktoren und Landmaschinen. 1966 erfolgte die Umbenennung in VEB Gießereianlagen Leipzig. Ab 1969 war der VEB Stammbetrieb des VEB GISAG Kombinat für Gießereiausrüstungen und Gusserzeugnisse Leipzig. Von dem Betrieb ist nicht mehr viel übriggeblieben. Einen Zeitungsartikel in ‚DIE ZEIT‘ gibt es noch (vom 13.04.1990 / Nr. 16), in welchem die VEB GISAG erwähnt wird. Thema: „Sozialklima in der DDR. Die alten, neuen Herren“.

Hier ein Auszug aus ebenerwähnter Ausgabe:

[…] Bei den GISAG-Arbeitern wird der Direktor skeptisch beurteilt. Noch nach der Wende, als das SED-Politbüro bereits abgeschafft war, habe er der Parteiführung in Ost-Berlin angehört, erzählt der Schlosser Rainer Bautze. Und nun solle der einst überzeugte Kommunist den riesigen Industriebetrieb in die Marktwirtschaft führen? Vertrauen ging auch zu Bruch, als bekannt wurde, daß zwei Bereichsleiter regelmäßig zu den Leipziger Montagsdemonstrationen geschickt wurden, um zu erkunden, wer von den GISAG-Beschäftigten daran teilnahm. Dies empörte die Arbeiter vor allem deshalb, weil der Bruder des Direktors, ein Generalleutnant, der ranghöchste Stasi-Beamte im Bezirk Leipzig war. „Aber die Angst“, sagt Rainer Bautze, „die war damals schon vorbei.“ […]

Ja, die SED verstand es seinerzeit, ihre Leute nach der Wende wieder in Führungspositionen zu hieven. Dort sitzen sie (teilweise) bis zum heutigen Tag, respektive ihre Brut. Seilschaften allerorten in der ehemaligen DDR und insbesondere in Sachsen (siehe auch Artikel „Sachsensumpf“).

Einblicke in ein altes Kesselhaus

Kesselhäuser befinden sich bei Industrieanlagen meist in direkter Nachbarschaft zum Maschinenhaus, wo sich die mit dem erzeugten Wasserdampf angetriebenen Wärmekraftmaschinen (beispielsweise Dampfmaschinen oder Dampfturbinen) befinden. In einem Kesselhaus kann auch der Dampf für eine Fernheizung bereitgestellt werden. Um Kesselhäuser zu betreiben, mussten tonnenweise Natur (Braunkohle) verbrannt werden. Rings um Leipzig wurden aus diesem Grund riesige Löcher gebuddelt, um an die Braunkohle dranzukommen. Der Braunkohletageabbau hat über Jahrzehnte bizarre, von tiefen Furchen durchzogene Haldenlandschaften geschaffen, die auch heute noch an vielen Stellen wie Implantate von anderen Planeten wirken.
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Trotz aller Widrigkeiten beim Braunkohleabbau buddelt der Freistaat Sachsen munter und gewissenlos weiterhin tiefe Krater in die Landschaft. Alles des schnöden Mammons wegen. Teer, Öle und andere Gifte fügen der Umwelt unermesslichen Schaden zu. Das alte Kesselhaus, in dem viele Tonnen wertvolle Natur verbrannt wurden, ist cirka 5 Kilometer von Leipzig entfernt.

Das alte Förderband für Braunkohle

In der Nähe von Leipzig entdeckten wir ein altes Förderband, welches im Laufe der Jahrzehnte vermutlich mehrere Millionen Tonnen Braunkohle in die Öfen des darunterliegenden Kesselhauses schaufelte. Freilich alles auf Kosten der Umwelt. Wegen der hohen Umweltverschmutzung stand es mit der Gesundheit der DDR-Bewohner nicht gerade zum Besten. Ende der 1980er-Jahre war die Umweltsituation in der DDR dramatisch. Die DDR hatte 1988 knapp 17 Millionen Einwohner, Japan weit über 120 Millionen. Dennoch wurden in der DDR 30-mal so viel Schwefeldioxid emittiert, 100-mal mehr Staub und dreimal so viel CO2. Ja, Umweltschutz und Menschenleben waren der DDR-Regierung nicht egal, sondern scheißegal. Das alte Förderband trägt somit eine Mitschuld. Wann wird es endlich zur Verantwortung gezogen?

URBEX-GEFAHR: Monsterratten in Leipziger Industriebrachen

Urban Explorer aufgepasst: In Leipzig besiedeln derzeit hungrige, blutlüsterne Monsterratten diverse Industriebrachen. In verfallenen Industriegebäuden finden Ratten kaum Nahrung, da bereits alles aufgefressen wurde. Ratten bevorzugen Nahrung aus Mülltonnen. Essensreste. Die sind in Industriebrachen jedoch nicht mehr zu finden. So blieb den Ratten nichts anderes übrig, als ihre Nahrung umzustellen und mit dem vorlieb zu nehmen, was in verlassenen Firmengebäuden zu finden ist: Urban Explorer. Es häufen sich derzeit Berichte von Urban Explorern, die mit ansehen mussten, wie ihre Kollegen und Kolleginnen bis auf die Knochen aufgefressen worden sind. Auch aus unserem Trupp mussten wir einen schmerzlichen Verlust hinnehmen und uns von einem 97-jährigen Urban Explorer verabschieden, der uns zuweilen begleitete. Er war wegen seines hohen Alters nicht mehr schnell genug. Seine Flucht scheiterte schmerzvoll und blutig. Es gibt von diesem Vorfall eine Videodokumentation, die wir (leider) nicht auf www.urbexandmore.com veröffentlichen können, da diese Seite auch von jüngeren Urban Explorern besucht wird. Anbei einige Bilder von den Unterschlüpfen der Monsterratten.

Dorfidylle in ‚Werben‘ bei Pegau

Das Dörfchen ‚Werben‘ hat alles, was man sich an Dorfromantik vorstellen kann: Ein Jauchefass, eine kleine Industriebrache, eine befahrbare Silowurst, eine Kirche und im nahegelegenen Hinterland ein Braunkohle-Dampfkraftwerk, welches für subtropisches Klima sorgt. Erwähnenswert wäre auch noch das Tagebauloch, welches ungefähr einen Kilometer von Werben entfernt gebuddelt wurde, und ebengenanntes Braunkohle-Dampfkraftwerk mit zu verheizender Natur (Braunkohle) versorgt, damit ineffektive Fernwärme nach Leipzig geliefert werden kann.

Die sächsische Energiewende

Im Löcher buddeln und dem Verheizen wertvoller Natur, sind die Sachsen schon immer Vorreiter gewesen. Bei der Verbrennung entstehen hohe Emissionen an Stickstoffoxiden, Schwefeloxiden, Quecksilber und Feinstaub, an dem wiederum Krebs erzeugende Substanzen wie zum Beispiel Blei, Cadmium, Nickel, PAK, Dioxine und Furane haften. Das Lippendorfer Braunkohle-Dampfkraftwerk (bei Leipzig) sorgt aufgrund ebenerwähnter Verschmutzungen (Körperverletzungen) für jährlich ungefähr 200 Todesfälle. Sind die Löcher gebuddelt und die darin befindliche Erde rückt keine Braunkohle mehr raus, wird die ganze Scheiße einfach geflutet, was das Grundwasser im Umland des Tagebaurestlochs in schwindelnde Höhen steigen lässt. Aber egal, scheiß der Hund drauf, zu was gibt es leistungsstarke Pumpen.

Nachdem die Tagebaurestlöcher geflutet worden sind, wird die so entstandene „künstliche Natur“ mit einfallslosen, quaderförmigen Gebäuden und Teerwegen ausstaffiert und als hochwertiges Erholungsgebiet angepriesen, um Touristen in die gefluteten Tagebaurestlöcher zu locken. Aus versicherungstechnischen Gründen werden zuvor diverse Schilder angebracht: Baden verboten, Hunde anleinen, keine Hunde erlaubt, Reiten verboten, Tiere mitbringen verboten, das Betreten des Tagebaugeländes ist untersagt, kein Feuer, Mülleimer benutzen (so gesehen am Tagebaurestloch „Störmthaler See“ bei Leipzig). Jedes geflutete Tagebaurestloch braucht selbstverständlich einen Hafen, damit die Touristen herumgeschippert werden können. Fantasienamen wie „Magdeborner Halbinsel“ (am Störmthaler See) sollen für maritimes Ambiente sorgen. Neben den Braunkohlekraftwerken werden flugs noch ein paar Windräder hingestellt, damit alles ökologisch verträglich und nachhaltig aussieht. Andernorts wird freilich kräftig weitergebuddelt und hochwertige Natur verheizt. Erde wird so lange gewendet, bis sie keine Energie mehr enthält, erst dann beschäftigt sich der Sachse mit der Energiewende. Per ineffizienter Fernwärmeleitungen wird die naturzerstörerische Braunkohleenergie an den Endverbraucher weitergeleitet. Bliebe noch zu erwähnen, dass selbstverständlich in allen Ortschaften, die an den „rekultivierten Tagebaurestlöchern“ liegen, Parkverbot herrscht und nur zu stark überteuerten Preisen auf ausgewiesenen Parkplätzen inklusive Parkscheinautomat geparkt werden darf. Den Kapitalismus haben sie jedenfalls schnell in sich aufgesogen, diese Sachsen…

Existenz des Sachsensumpfes endlich eindeutig bewiesen!

Ungefähr seit dem Jahr 1994 wird darüber spekuliert, ob es in Leipzig und Umgebung einen „Sachsensumpf“ gibt. Das Amtsgericht Dresden behauptete seinerzeit, dass es so etwas wie einen „Sachsensumpf“ niemals gegeben hat und ließ schnell alle Akten verschwinden, die eventuell hätten beweisen können, dass der „Sachsensumpf“ real existent war, respektive immer noch ist. Schließlich ermittelt man nicht gern gegen seine eigene Brut. Wäre irgendwie inzestuös. Ändert aber nichts daran, dass es den „Sachsensumpf“ tatsächlich gibt. Wir haben ihn in der Nähe von Leipzig ausfindig machen können. Bei unserem Eintreffen konnten wir beobachten, wie sich Herr Thomas de Maiziére (inklusive dubioser Gestalten aus dem Justiz-, Politik- und Geheimdienstmileu) im „Sachsensumpf“ vergnügte. Der mit Goldkettchen behangene ehemalige Boxer Martin Kugler befand sich ebenfalls mitten im Getümmel. Minderjährige, leicht bekleidete Liebesdienerinnen garnierten die skurrile Szenerie. Dummerweise hatte ich meine Kamera nicht „schussbereit“ zur Hand. Als die im Sumpf badenden Subjekte uns entdeckten, tauchten sofort alle ab und ließen sich nicht mehr an der Oberfläche blicken. Wie dem auch sei, die Existenz des „Sachsensumpfes“ ist hiermit trotzdem zweifelsfrei bewiesen. Auf den Fotos ist unschwer zu erkennen, dass der Sachsensumpf unendlich groß und noch lange nicht ausgetrocknet ist.
Der Sachsensumpf

In den Gewölben eines Leipziger Brauhauses

Das hier gebraute Bier hat vor langer Zeit die Lebern und Nieren der Leipziger Berufs- und Freizeitalkoholiker durchspült und ist mittlerweile ausgepisste Vergangenheit. Wo mag das Bier wohl überall hingepisst worden sein? Egal, irgendwie wird es das Leipziger Grundwasser und die Kanalisation schon erreicht haben und steht mittlerweile wieder als Trinkwasser zur Verfügung. Trinkwasser, welches erneut zum Brauen von Bier hergenommen und letztendlich wieder ausgepisst werden wird. Ja, der Kreislauf des Lebens schließt sich immer und immer wieder. Zuweilen sogar in Leipzig…

Triethanolamin

Triethanolamin kann auch als Ausgangsstoff bei der Synthese von HN-3 (einem Stickstofflost) verwendet werden. Dabei handelt es sich um eine im „Ersten Weltkrieg“ eingesetzte chemische Waffe. Aus diesem Grund findet sich der Stoff in Liste 3 der Chemiewaffenkonvention. Produktionen ab einer Jahresmenge von 30 t sind meldepflichtig, sowie die Ausfuhr in Staaten die die Konvention nicht unterzeichnet haben, verboten. In Leipzig findet man es in unterirdischen Laboren diverser Industriebrachen. Wir haben mittlerweile über 40 t dieser Chemikalie zusammen gesammelt und suchen nun Interessenten. Zahlungskräftige Diktatoren sind uns stets willkommen – gerne auch Frau Julija Tymoschenko, welche in der Ukraine allen Russen die Luftzufuhr abdrehen möchte.