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Leipzig kümmert sich rührend um seine DDR-Senioren

Von Gustav Heinemann (dritter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland) stammt das Zitat: „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt“. Zweifelsfrei gehören alte, pflegebedürftige, gebrechliche Menschen zu den schwächsten Gliedern unserer Gesellschaft. Wie wird in Leipzig mit Menschen umgegangen, die 70, 80, 90 Jahre alt (oder älter) sind? Das sind jene Menschen, die im Jahre 1989 um die 50, 60 oder 70 Jahre alt waren und das DDR-Unrechtssystem miterlebten oder als „inoffizielle Mitarbeiter“ (IM) unterstützten. Man darf nicht vergessen, dass das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) im Laufe seiner Existenz ungefähr 624.000 Personen als „inoffizielle Mitarbeiter“ führte. Dann gab es noch rund 180.000 Personen, die in den Jahren 1950 bis 1989 hauptamtlich beim Ministerium für Staatssicherheit beschäftigt waren. Die Täter des DDR-Unrechtssystems leben noch immer unter uns. Für die hier lesenden „Ostalgiker“, möchten wir an dieser Stelle eine kleine „Statistik des Schreckens“ veröffentlichen:

[note note_color=“#ededed“ text_color=“#000000″ radius=“1″]Zwischen 1,3 und 1,4 Millionen Minen ließ die DDR-Regierung an der Grenze verlegen. Es gab 55.000 Selbstschussanlagen. Cirka 3.000 Hunde waren bis in die 80er Jahre an der Grenze im Einsatz. Sie waren auf Menschen abgerichtet. Mehr als 5.500 DDR-Bürger schwammen durch die Ostsee in die Freiheit. 174 ertranken, 4522 Menschen wurden erwischt und festgenommen. Nur 913 gelang die Flucht übers Wasser. 221 Todesurteile wurden in der DDR verhängt, 164 vollstreckt. Mindestens 136 Menschen sind nachweislich allein an der Berliner Mauer erschossen worden. Hinzu kommen 251 Tote, die Grenzkontrollen in Berlin nicht überlebt haben. Bis zu 6.000 Menschen nahmen sich in der DDR jedes Jahr das Leben. Damit hatte die DDR eine der höchsten Selbstmordraten weltweit. Rund 400 Menschen entführte die Stasi aus Westdeutschland in die DDR. Kein einziger Täter musste hinter Gitter. 112 Kilometer Akten übernahm die Birthler-Behörde aus dem Bestand der Stasi, darunter 1,3 Millionen Fotos, 5.000 Filme, 164.000 Tonträger und rund 20.000 Disketten und Magnetbänder. Mindestens 17.000 ehemalige Stasi-Beschäftigte arbeiten heute in Ostdeutschland noch im Öffentlichen Dienst.[/note]

Ein Großteil der Täter von damals ist heute im Rentenalter und vielleicht pflegebedürftig. Seit 1989 sind sowieso alle DDR-Überzeugungstäter entweder dement, im Öffentlichen Dienst oder in der Politik tätig. Wohin mit diesen Personen, wenn sie alt und pflegebedürftig geworden sind? Wir haben in Leipzig-Grünau eine interessante Örtlichkeit gefunden, die diesen Personen gerecht wird und in der sie sich wohlfühlen können. Seniorengerechter Wohnraum für ehemalige IMs und Stasi-Mitarbeiter. Damit echtes DDR-Feeling bei den Bewohnern aufkommen kann, wurde der Eingang zugemauert und diverse Tretminen in den Räumlichkeiten gelegt. Wie man auf dem Bild gut erkennen kann, scheint in den letzten Tagen eine Tretmine im 2. Stockwerk explodiert zu sein.

Hier ist Hopfen und Malz verloren…

Es ist schon verwunderlich, wie geduldig Papier sein kann. So entdeckten wir in einer alten Malzfabrik ein Schreiben aus dem Jahre 1954, in welchem sich die Schreiber Herr Sommer und Herr Reißmann am 24.12.1954 darüber beklagten, dass entstandene Schadenskosten durch einen betriebseigenen LKW, immer noch nicht beglichen seien. In dem Schreiben wird „nochmals um umgehende Erledigung“ gebeten. Nunja, vermutlich wurde die Angelegenheit bis zum heutigen Tag nicht reguliert.

In den Gewölben eines Leipziger Brauhauses

Das hier gebraute Bier hat vor langer Zeit die Lebern und Nieren der Leipziger Berufs- und Freizeitalkoholiker durchspült und ist mittlerweile ausgepisste Vergangenheit. Wo mag das Bier wohl überall hingepisst worden sein? Egal, irgendwie wird es das Leipziger Grundwasser und die Kanalisation schon erreicht haben und steht mittlerweile wieder als Trinkwasser zur Verfügung. Trinkwasser, welches erneut zum Brauen von Bier hergenommen und letztendlich wieder ausgepisst werden wird. Ja, der Kreislauf des Lebens schließt sich immer und immer wieder. Zuweilen sogar in Leipzig…

Triethanolamin

Triethanolamin kann auch als Ausgangsstoff bei der Synthese von HN-3 (einem Stickstofflost) verwendet werden. Dabei handelt es sich um eine im „Ersten Weltkrieg“ eingesetzte chemische Waffe. Aus diesem Grund findet sich der Stoff in Liste 3 der Chemiewaffenkonvention. Produktionen ab einer Jahresmenge von 30 t sind meldepflichtig, sowie die Ausfuhr in Staaten die die Konvention nicht unterzeichnet haben, verboten. In Leipzig findet man es in unterirdischen Laboren diverser Industriebrachen. Wir haben mittlerweile über 40 t dieser Chemikalie zusammen gesammelt und suchen nun Interessenten. Zahlungskräftige Diktatoren sind uns stets willkommen – gerne auch Frau Julija Tymoschenko, welche in der Ukraine allen Russen die Luftzufuhr abdrehen möchte.

Die „Stasi“ und ihre „Inoffiziellen Mitarbeiter“ in Leipzig

Gegen Ende der DDR fiel schätzungsweise jeder zweite DDR-Bürger der Informationsgewinnung des
Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zum Opfer. Personen, von denen man es niemals vermutet hätte, arbeiteten als Spitzel (Inoffizielle Mitarbeiter) für die Stasi. Wie man sieht, nicht nur Personen, sondern auch Hunde. Vermutlich wurden aus diesem Grund einige „Inoffizielle Mitarbeiter“ auch als „Schweinehunde“, oder, falls sie weiblicher Natur waren, als „Stasifotzen“ bezeichnet. Übrigens, die Nachfolger von Konrad Duden sind der Meinung, dass das Wort „Fotze“ mit „F“ geschrieben werden sollte. Wikipedia hingegen meint, „Fotze“ könne mitunter auch mit „V“ geschrieben werden. Nunja, scheiß der Hund drauf, der unbekannte Leipziger Graffitikünstler, welcher obigen Schriftzug in der Straße des 18. Oktober (auf dem Brückenübergang zur Alten Messe) verewigte, entschied sich für die Wikipedia-Version.

Volkseigener Betrieb (VEB) Rundfunk- und Fernmelde-Technik (RFT)

Dieser Betrieb hatte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine fette Standleitung zum nächsten Stasi-Büro, damit Telefongespräche mitgeschnitten und ausgewertet, sowie verdächtige Personen verhört, erschossen oder inhaftiert werden konnten.

Jeder Scheißdreck wurde penibel dokumentiert. Im VEB RFT waren die Männer eindeutig in der Unterzahl. Nicht verwunderlich, dass seitens der männlichen Mitarbeiter Kleidertrennung und Umkleideanlagen gefordert wurden. Die Männer waren vermutlich tagtäglich sexuellen Übergriffen geschlechtslüsterner Frauen ausgeliefert.

Nach der Wende wurden in diesem Betrieb cirka zwei Jahre lang Telefonhörerschalen für die Telekom zusammengebastelt. Der Laden ging mitsamt den Firmeninhabern den Bach runter. Dem Kapitalismus musste Tribut gezollt werden. Seit 1992 liegt dieser Betrieb brach.

VEB Giftgas in Leipzig

Zu Zeiten der DDR galt die „Leipziger Luft“ als die dreckigste in ganz Europa. Die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) nutzte seinerzeit die Gunst der Stunde und füllte „Leipziger Luft“ in Flaschen ab und exportierte diese in die weite Welt unter dem Namen „Giftgas“. Noch heute sorgt das mit Braunkohle befeuerte Dampfkraftwerk in Lippendorf für giftige Gase in „Leipziger Luft“ und für jährlich ungefähr 200 tote Leipziger. Wird und wurde „Leipziger Luft“ auch nach Syrien exportiert? Gut möglich.

Ostalgie-Shop: Nur solange Vorrat reicht! Jetzt zugreifen!

[label type=“black“]OSTALGIKER AUFGEPASST![/label] Bei unseren letzten Urbex-Touren fanden wir einige sehr gut erhaltene Ostprodukte und Einrichtungsgegenstände, welche wir allesamt mitgenommen haben und nun gegen Bares an selbstabholende Ostalgiedeppen verscherbeln wollen. Untenstehende Produkte können in unserem soeben eröffneten Ostalgie-Shop käuflich erworben werden.

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Die Produkte im Überblick:


KR 660 Kassettenrekorder mit Radio von RFT.
Gut erhaltener Zustand. Festpreis: 180.- EURO


Trabant (angeblich ein Auto) ohne TÜV.
Gut erhaltener Zustand. Festpreis: 4.500.- EURO


Moderne DDR-Kinderzimmereinrichtung mit Stockbett und 2 Stühlen.
Gut erhaltener Zustand. Festpreis: 1872.- EURO


Moderne DDR-Wohnzimmereinrichtung mit Klapptisch, 3 Stühlen, 2 Sesseln und einem Reinigungsgerät.
Gut erhaltener Zustand. Festpreis: 12.050.- EURO


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„Schlimmer Wohnen“ in Leipzig Grünau

Grünau, der wohl schönste Stadtteil Leipzigs. Hier herrscht noch echte DDR-Solidarität. An jeder mit Sitzmöglichkeiten (oder auch nicht) ausgestatteten Ecke, sitzen (oder stehen) alkoholvernichtende, rotnasige, mit großporiger Haut versehene Mitmenschen, welche lautlallend und unter Obhut von breitbeinig dastehendem, glatzköpfigen Security-Personal die Missstände Deutschlands anprangern. Freilich nicht vergessend, dass früher, zu Zeiten der DDR, alles besser war…

Schkeuditz: Kleinstadt mit mieser Atmosphäre

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Schkeuditz zwölfmal niedergebrannt und neunmal geplündert. Der Ortsteil Freiroda war 1660 von Hexenverfolgung betroffen. Das südöstlich der Stadt gelegene „Rittergut Altscherbitz“ wurde ab 1876 als „Provinzial-Irrenanstalt Altscherbitz“ genutzt. Während des 3. Reichs diente diese Anstalt als „Zwischenanstalt“ für die NS-Tötungsanstalt Bernburg im Rahmen der Aktion T4. Schkeuditz ist eine Stadt mit außergewöhnlich schlechten atmosphärischen Schwingungen – kein Wunder, dass in Schkeuditz überall NPD Plakate hängen und um Wählerstimmen gebuhlt wird. Passt wunderbar zur negativen Ausstrahlungskraft dieser Stadt.

Bis zur Wende bestand die VEB Edelpelz Schkeuditz mit zwei Werken. Wir haben die tierverachtenden Ruinen der VEB Edelpelz besichtigt.

Ein Zyklop mitten in Leipzig

Zyklopen sind Gestalten der griechischen Mythologie, die in Abstammung, äußerer Gestalt, Lokalisation und Eigenschaften voneinander differieren. Ihnen gemeinsam ist das ungewöhnliche Aussehen der Augen als kreisrunde Augen oder als Einzelauge auf der Stirn. In Hesiods Theogonie sind die Zyklopen die gottgleichen aber einäugigen Söhne des Uranos und der Gaia, ihre Geschwister sind die Hekatoncheiren und die Titanen.